Umgebung der Klosterkirche

Nach der Klosteraufhebung von 1841 wird das Klostervermögen zum Staatsgut erklärt und für Kirchen-, Schul und Armenzwecke verwendet.
In den Konventräumen über dem Kreuzgang wird 1857 eine Gemeindeschule eingerichtet. Im Südflügel errichtet der Kanton Aargau 1843 eine kantonale Bezirksschule. Heute sind im Sigisenflügel Kulturräume und ein Teil der Gemeindeverwaltung untergebracht. Der zweite Stock beherbergt Räume für das Benediktinerhospiz. Der Südflügel, im Besitz des Kantons Aargau, beherbergt verschiedene Abteilungen der kantonalen Verwaltung sowie das Bezirksgericht.
Für den 222,41 Meter langen Ostflügel ergibt sich lange keine tragfähige Lösung. Ein Grossbrand zerstört am 21. August 1889 die hoffnungsvollen Pläne einer kantonalen Pflegeanstalt. Die Brandruine wird mit einem provisorischen Dach versehen und steht einige Jahre leer.
Am 9. August 1908 wird der Verein «Kantonale Pflegeanstalt Muri» gegründet. Am 9. Dezember 1909 treffen die ersten Pfleglinge ein. Die Anstalt entwickelt sich segensreich zur heutigen pflegimuri und beherbergt rund 200 Bewohnerinnen und Bewohner, die auf medizinische und pflegerische Betreuung angewiesen sind.

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1867
Der erste Direktor der landwirtschaftlichen Lehranstalt (bestand 1861 bis 1873), Johann Jakob Glaser, richtet in Muri einen Bade- und Luftkurort ein. Das Bad besteht bis zum Ersten Weltkrieg.

1875
Die Südbahn erreicht, von Wohlen kommend, Muri und führt 1881 bis Rotkreuz.

1887
Eröffnung der ersten Aargauischen Pflegeanstalt.

1908
Eröffnung des Kreisspitals für das Freiamt.

1909
Zweiter Bezug des Aargauischen Kranken- und Pflegeheimes im Ostflügel des Klosters (heute pflegimuri).