Die Orgelanlage der Klosterkirche Muri

mit drei historischen Emporenorgeln aus dem 17. und 18. Jahrhundert ist ein Kunstdenkmal von europäischem Rang. Die prachtvollen Gehäuse fügen sich harmonisch in den grossartigen barocken Kirchenraum ein und der Orgelklang kann sich dank hervorragender Akustik wunderbar entfalten.

Die Grosse Orgel, von Thomas Schott aus Bremgarten, im Jahre 1630 fertiggestellt, erlebte eingreifende Umbauten im 19. und anfangs des 20. Jahrhunderts. Sie wurde in den Jahren 1965 – 1972 in ihrer äusseren Erscheinung wieder auf den ursprünglichen Zustand zurückgeführt und ihre Klanggestalt unter Wiederverwendung der noch vorhandenen Schott-Pfeifen dem Original angenähert.

Die beidseits der Chorschranke in Emporennischen platzierten Lettnerorgeln wurden 1743 von Joseph und Viktor Ferdinand Bossart aus Baar erbaut. Nach der Klosteraufhebung 1841 verfielen sie und wurden erst in den Jahren 1961/62 wieder spielbar gemacht und restauriert. Die Evangelienorgel ist weitgehend original erhalten, die Epistelorgel erfuhr anfangs des 19. Jahrhunderts geringfügige Eingriffe und nach 1832 eine Dispositionsänderung, die bei der Restaurierung rückgängig gemacht wurde.

Zur instrumentalen Ausstattung der Klosterkirche gehören noch zwei Nachbauten verloren gegangener Kleinorgeln: ein Regal 1639 von Johann Christoph Pfleger und eine Tragorgel 1777/78 von Karl Joseph Maria Bossart.

In der seit Anfang der 1960-er Jahre bestehenden Konzertreihe "Musik in der Klosterkirche Muri" erklingen diese fünf Orgelinstrumente im Zusammenspiel mit Instrumental- und Vokalmusik aus der Zeit.


Eine kurzgefasste Baugeschichte finden Sie im Register Orgelgeschichte, diese und die Dispositionen der Orgeln können Sie nebenstehend als PDF herunterladen.

Eine ausführliche Orgelgeschichte des Klosters und detaillierte Beschreibungen der Instrumente sind in folgenden Publikationen dargestellt.

in knapper Form in der Schrift:
  • Die Orgeln der Klosterkirche Muri und ihre Geschichte
    von Dieter Meier und Egon Schwarb, erschienen in der Reihe Schweizerische Kunstführer GSK (2007).
in Buchform mit grossformatigen Bildern, Quellennachweis und Transkriptionen aller Archivalien:
  • Die Orgeln der Klosterkirche Muri
    von Dieter Meier, Verlag Hier und Jetzt, Baden (2010).
Diese finden Sie im Register Verkauf

Seither aufgefundene Dokumente führen zu Ergänzungen und Korrekturen dieser Darstellungen. Die Forschungsergebnisse stehen Interessenten als PDF zur Verfügung im Register Neues zur Baugeschichte der Orgeln.